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News - Ausgabe 2

vom 23.05.2023

Was können wir von Hochleistungsteams lernen? Gibt es Rollen, die in jedem Team vertreten sind? Was braucht es, um komplexe Aufgaben lösen zu können?

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Kompliziert versus Komplex

Eine wichtige Frage, die sich Teams immer wieder stellen wollen (nicht sollen!), ist die Frage, ob die zu lösende Aufgabe kompliziert oder komplex ist.

Komplizierte Aufgaben, auch als blaue Aufgaben bekannt, verlangen nach Wissen. Die leitende Frage ist das WIE. Sollte dieses Wissen in der Organisation vorhanden sein, ist es hilfreich, es in einem oder mehreren Prozessen oder in einer internen Wissensdatenbank dokumentiert zu haben. Im Bereich der blauen Aufgaben gibt es Best Practises.

Komplexe Aufgaben, auch rote Aufgaben genannt, sind „lebendig“ und bestehen aus unkontrollierbaren Vorgängen. Es gibt kein Wissen darüber, wie eine solche Aufgabe zu lösen ist. Es braucht Ideen und Kreativität! Daher ist die leitende Frage hier WER? Wer sind die richtigen Menschen zur Bearbeitung dieser Aufgabe? Wie erzeugen wir ein Umfeld, in dem sich Teams entfalten können und eine positive Eigendynamik zur Lösung solcher Aufgaben entsteht?

Stancey Matrix

Die Verbindung zu unserer Ausbildung zum Lebensgestalter

Alle Lebensgestalter:innen, die unser Weiterbildungsangebot besucht haben, wissen, dass wir im 2. Seminar „Das Netz“ sehr stark über Beziehungen zu anderen Menschen in unserem Umfeld reden (ihr erinnert euch an das emotionale Beziehungskonto?). Wir hatten bis jetzt den Fokus auf 1:1-Beziehungen, also auf Beziehungen zwischen zwei Menschen. Insbesondere im beruflichen Kontext sind wir aber überwiegend in Teams von mehreren Personen unterwegs. Daher haben wir ein neues Modul entwickelt, welches jedem von uns seine Stärken in der Teamarbeit zeigt. Die Annahme ist, wenn wir die „starken Rollen“ von uns und anderen kennen, dann haben wir einen Hebel dafür, dass unsere Teams hochleistungsfähig werden und mehr Synergien entstehen können. Das Modul ist nun Teil der zukünftigen Ausbildung geworden (für alle neuen Durchläufe der Ausbildung zum Lebensgestalter und für unsere Alumnis im Lebensgestalter II).

Das Modul basiert auf den Erkenntnissen, die Dr. Meredith Belbin in seinen Forschungen zum Thema Teamrollen gewonnen und dokumentiert hat. Nach Belbin gibt es insgesamt 9 Teamrollen, die sich in die Typen „Handlungsorientierte Rollen“, „Wissensorientierte Rollen“ und „Kommunikationsorientierte Rollen“ unterscheiden lassen. Innerhalb jedes Typs gibt es 3 unterschiedliche Rollen. Idealerweise ist in jedem Team jede Rolle mindestens einmal besetzt. Da eine Person mehr als eine Rolle einnehmen kann, bedeutet das nicht, dass jedes Team aus mindestens 9 Mitgliedern bestehen muss.

Ein Hochleistungsteam besetzt - so unsere Annahme - diese Rollen in einer für alle gewinnbringenden Form. Außerdem hat das Team einen Rahmen erhalten, der sinnstiften ist. Dazu gehört ein klares Ziel und genauso ein Gestaltungsraum, in dem sich das Team selbstorganisiert bewegen kann.

Lebensgestalter II

Wir hatten ja schon einen Anlauf genommen, euer Interesse an einem Seminar Lebensgestalter II zu erfragen. Nach anfänglicher Euphorie war die Stimmung etwas abgekühlt. Daher hier unsere Frage an Euch: Habt ihr Interesse an einem weiterführenden Seminar? Uns liegen aus euren Reihen bereits ein paar Themenvorschläge vor:

  • Erkennen was mich und andere motiviert
  • Positives Denken
  • Führen durch Fragen
  • Denkstile erkennen und nutzen
  • Mit Effektivität zur wahren Größe
  • Mein eigenes Leitbild

Termin und Ort stehen: 19.-21.09.2023 in Warnsdorf am Töpferhof direkt vor unserem 2. Alumni-Treffen. Sagt uns bitte, ob ihr teilnehmen möchtet oder auch nicht. (Jede Antwort ist eine Einzahlung auf unser emotionales Beziehungskonto).

Ein weiterer Trainer

Jan RichartzWir wollen als Trainer flexibler werden und unser Angebot weiter ausbauen. Daher freuen wir uns, euch einen weiteren Trainer vorstellen zu können: Ab sofort bereichert Jan Richartz unser Trainerteam und wird seine Erfahrungen als Führungskraft einbringen. Jan ist Marketingdirektor im Bereich MedTech bei Johnson & Johnson und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema Teamgesundheit und Teamspirit/Mindset.

„Grundlage eines guten Teams ist es, wenn sich die inneren Werte und persönlichen Ideale der Individuen in ihren Rollen wiederfinden. Ein Team ist dann gesund und höchstleistungfähig, wenn die Teamvielfalt dazu führt, dass sich die gemeinsamen Ziele mit Freude und voller Energie zu eigen gemacht werden.“

Wir freuen uns auf euer Feedback und wünschen euch einen schönen Sommer!
Herzliche Grüße, Olaf und Jörg

Wer noch etwas nachlesen will, dem können wir dieses Buch empfehlen:
Management Teams: Why They Succeed Or Fail, R. M. Belbin (2010)

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